Expansion im Gemüsegarten

oder: Man kann nie genug Gemüse haben!

Unser erstes Gartenjahr im neuen Heim haben wir mit einem Hochbeet, zwei flacheren Gemüsebeeten und einem Paradeiserbeet bestritten.
Viel an Gemüse hat da natürlich nicht rein gepasst. Im Hochbeet wurden Kohlrabi, Brokkoli, Sellerie und Karotten untergebracht und in den kleineren Beeten Buschbohnen, Mangold, Erdbeeren, Zucchini und Kürbis. Damit war‘s das dann auch mit dem Gemüseanbau. (Abgesehen von den Paradeisern)
Dennoch kam von Besuchern allen Ernstes immer dieselbe Frage: „Was macht ihr mit so viel Gemüse?“ 😮
Zugegeben da haben wir ganz schön doof geguckt, denn für uns hätte es gerne dreimal so viel sein dürfen. Denn was gibt es schöneres als sich das Gemüse und die Kräuter zum Kochen aus dem eigenen Garten zu holen? Mal abgesehen davon dass es gleich doppelt so gut schmeckt und man weiß wo es her kommt. Es ist dermaßen befriedigend sein eigenes Gemüse anzubauen und sich ein Stückchen selbst zu versorgen.
Und dieses Jahr gehen wir genau diesen Schritt: wir vergrößern den Nutzgarten!

Hochbeet hoch 3

Unser erstes Hochbeet 2018 (Lärche 200 x 100 x 72)

Der Plan war zwei neue Hochbeete anzuschaffen und dafür eines der beiden flachen Gemüsebeete zu räumen. Allerdings gestaltete sich der Kauf der Hochbeete dieses Jahr etwas schwierig, da wir „unser“ altes Beet nicht mehr bekommen konnten. Kunststoff war für uns keine Alternative, es mussten wieder Holzbeete sein. Somit sind wir nach langem Suchen auf 2 Hochbeete eines ansässigen Tischlers umgestiegen, die um einiges größer sind (so ein Pech aber auch, wieder mehr Platz für Gemüse *fg*) und aus druckimprägnierten Kiefernholz bestehen.


Unterschrift: die 2 neuen Kiefernholzbeete (200 x 140 x 80; Wandstärke 4,5cm)

Die Fläche unter den Hochbeeten wurde eingeebnet und mit Sand aufgeschüttet, darauf haben wir einen Holzrahmen gestellt auf dem schließlich das neue Hochbeet ruht. Bei einem der beiden Beete (links) haben wir Rasenkantensteine als Unterbau verwendet. Mal sehen wie sich das auf die Haltbarkeit auswirkt. Danach wurde unten ein feinmaschiges Gitter als Wühlmausschutz und an den Innenseiten Teichfolie angebracht.
TIPP: damit ihr das Hochbeet nach ein paar Jahren besser entleeren könnt macht es Sinn, eine Stirnseite komplett abnehmbar zu machen. So könnt ihr diese entfernen und das Beet später bequem leeren. Wir haben die dem Wald zugewandte Seite so präpariert.

Das GemüseBETT

Durch die um 40cm breiteren Beete mussten wir nun auch das zweite flache Beet abtragen (das hätten wir eigentlich erst 2020 vorgehabt) und die Erdbeeren verloren zusammen mit ein paar einsamen Stauden kurzerhand ihr Zuhause.
Daher mussten wir Gas geben und haben auch das alte verwilderte Staudenbeet unterhalb des Sitzplatzes geräumt. Hier war alles voll mit Astern, Brennnesseln und Fingerhut. (ich liebe Fingerhut daher hab ich diesen in das Pampasgras-Beet verpflanzt)

Das Bett-Beet (GemüseBe(e)t(t))  ist 5×1,80m groß geworden

Nachdem das Gelände hier abschüssig ist haben wir lange herumgerätselt wie wir es begrenzen wollen. Begrenzungssteine kamen für mich nicht in Frage, das war alles eine Sache der Optik. Zufällig haben wir uns kurz vorher entschlossen das alte Bett im Schlafzimmer, das noch von der Vorbesitzerin stammte, gegen ein Neues zu ersetzen.
So wurde kurzerhand aus dem Bett ein Beet 😉

Die Erdbeeren haben im GemüseBe(e)t(t) ihr Zuhause gefunden

Bei den Erdbeeren habe ich den Versuch gewagt, sie in Palettenzwischenräume zu pflanzen.  Die Paletten habe ich einfach in das Beet eingegraben und die Zwischenräume mit Erde gefüllt (Die Einwegpaletten habe ich kostenlos von einem kleinen Baumarkt bekommen.) Ich bin gespannt wie sich das Ganze bewährt, immerhin muss ich so nicht auf das Unkraut achten und die Früchte liegen später nicht am Erdreich auf.

Davor findet der Schnittlauch und dahinter Zucchini und Kürbis seinen Platz.

Paradeiserbeet

Das Paradeiserbeet ist letztes Jahr eher zufällig entstanden. Ich dachte nicht dass der Standort so gut ist, da hier nicht so viel Licht hin kommt wie ich wollte. Daher hatte ich die Paradeiser hauptsächlich in Trögen und Töpfen auf der großen Dachterrasse stehen. (Wie sich herausstellte, war es genau umgekehrt!)
Im Waldgarten hatten wir an der Hauswand eine ungenutzte Fläche, dort hatte ich Paradeiserkeimlinge ausgepflanzt die eigentlich noch viel zu klein waren und eher zufüllig aufgegangen sind. Doch sie hatten die gekauften Pflanzen in den Trögen rasch überholt.

unser Paradeiserbeet 2018

Da es so gut funktioniert hat, wird hier nicht großartig was geändert, außer dass wir das Gelände etwas eingeebnet und die Beetabgrenzung gesetzt haben, damit wir mit dem Rasenmäher besser zurande kommen. Außerdem haben wir es auch noch eine Spur breiter gemacht. Durch die Kantensteine die wir geschenkt bekommen haben, sieht es jetzt auch wesentlich ordentlicher aus. (Die Steine gefallen mir immer noch nicht so wirklich, aber hier passen sie ganz gut und erfüllen ihren Zweck) Auch auf der anderen Seite haben wir ein Stückchen Beet angelegt.

hier fühlen sich die Paradeiser heuer hoffentlich wohl

Für eine ideale Nährstoffversorgung besorgen wir uns noch Pferdemist von einem ansässigen Reitstall. Der wird später untergearbeitet und die starkzehrenden Paradeiser direkt in das Beet gepflanzt. Bei der Unterpflanzung bin ich noch am Überlegen was es werden soll. Letztes Jahr gabes jede Menge Ringelblumen und Kamille. Aber ich denke es wird eine Mischung aus Rucola und Basilikum.

Ansonsten habe ich einige Kulturen für dieses Jahr geplant und auch das Projekt „Wintergemüse“ geht heuer an den Start. (hier bedarf es aber noch etwas Einlesearbeit; Fachliteratur ist bereits vorhanden)
Näheres zu den Kulturen und wie unsere Beete bestückt werden gibt es dann sobald wir alles ausgesät und bepflanzt haben.
Teilweise steht der Bepflanzungsplan und teilweise werfe ich es fast täglich über den Haufen weil mir neue Ideen oder Pflanzen unter kommen – furchtbar mit mir…

zwei Kartoffeltürme mussten auch noch sein…

Mit den ganzen Neuplanungen hatte ich aber noch nicht genung, also habe ich noch zwei Kartoffeltürme aufgestellt. 🙂 Wie diese aufgebaut wurden und welche Sorten wir darin ziehen wollen, verpacke ich später in einem eigenen Post. Erst will ich mal abwarten ob sich da überhaupt was tut.
Einen nicht besonders erfolgreichen Versuch hatte ich schon im alten Garten hinter mir. Bin gespannt ob ich aus den Fehlern gelernt habe und es jetzt klappt.

Wie ihr seht, viel zu tun! Aber ich liebe es. Auch wenn ich momentan das Gefühl haben mit der Arbeit ständig hinterher zu hinken. (wird bestimmt auch besser werden sobald die Jungpflanzen und Samen in der Erde sind; zumindest rede ich mir das ein *gg*)
Da wird mir immer erst so richtig klar was ich mit meinem Liebsten für eine große Hilfe an der Hand habe. Für die ganzen baulischen arbeiten hat er sich mehr als bereitswillig geopfert. Für das Befüllen und die Pflege bin ich dann zuständig. 🙂


Wie handhabt ihr es mit euren Gemüsegärten? Seid ihr eher Team Naschgarten oder Team Selbstversorger?
Ich freue mich auf eure Kommentare!

Bis denn eure Gartenfee!

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