Projekt Kartoffelturm

Als typische Waldviertlerin liebe ich Kartoffeln. Man kann einfach so tolle Sachen draus machen wie Kartoffelknödel, Mohnzelten, Mohnnudeln,… :p
Da lustet es mich natürlich auch Kartoffeln selbst anzubauen. Damit das aber Sinn macht müsste schon eine große Fläche her und da sind wir nicht bereits soviel Platz in unserem Garten für den Anbau zu opfern. Wenn man sich also nicht in der horizontalen ausbreiten möchte, warum nicht in die Vertikale gehen?
In meinem alten Garten hatte ich schon einmal einen Versuch mit einem Kartoffelturm gewagt. Allerdings war das recht halbherzig:
Die Füllung war nicht ordentlich gewählt, der Aufbau eher schlampig und der Standort auch alles andere als optimal. Kein Wunder also dass das Ganze nur von mäßigem Erfolg gekrönt war.

Dieses Jahr sollte alles anders sein, und doch hatten wir am Anfang wieder mit Kleinigkeiten zu kämpfen. Nämlich, dass wir die Sorten die wir ursprünglich ausprobieren wollten nicht bekommen haben weil wir einfach zu lange gewartet haben. Als wir uns endlich auf 2 Sorten festgelegt haben, waren diese beim Raritätenhändler schließlich ausverkauft. 😦
Gut, nächstes Jahr sind wir klüger.

Mein Liebster hat sich später „Kipfler“ gewünscht, die in ihrer länglichen und schmalen Form (daher der Name) ideal für Kartoffelsalat geeignet sind. Leider waren auch die im Frühjahr nicht mehr zu bekommen…
Durch diverse gastronomische Kontakte sind wir aber zur französichen Sorte ‚La Ratte‘ gekommen, die den Kipflern nicht unähnlich sind. Da sie bereits ausgetrieben hatten und nicht mehr verkäuflich waren, haben wir sie kostenlos bekommen.

Kartoffelsorte ‚La Ratte‘

Als zweite Sorte haben wir einfach beim nächstgelegenen Supermarkt einfach die Sorte ‚Tosca‘ gekauft. Eine deutsche Sorte die 1960 registriert wurde.
Und dann gings ans Bauen. Folgendes Material haben wir für unsere Türme verwendet:

  • Volierendraht (als Gerüst)
  • Stroh
  • Kompost gemischt mit Gartenderde

Mein Gartenelf war so nett mir aus dem Volierendraht zwei Grundgerüste zu basteln, je mit einem Durchmesser von knapp 1m.
Da wir ja leider reichlich Wühlmäuse im Garten haben, hat er auch den Boden der Türme mit Volierendraht geschlossen.
Aufgestellt haben wir die Türme an unserer Gartenmauer. Nachdem alles besorgt war konnte es auch schon ans Füllen gehen.

Ab gehts ans Befüllen!

Und so haben wir es gemacht:

  • am Grund des Turms erst mal 15-20cm Erde (in unserem Fall Kompost mit Gartenerde gemischt) einfüllen
  • Dann wurde der Rand des Turms mit Stroh ausgekleidet
  • Nun die erste Reihe Kartoffeln legen
  • Kartoffeln mit ca 15cm Kompost/Erde bedecken
  • Zwischendurch unbedingt immer wieder die Wände mit Stroh auskleiden!
  • So mit der Füllung weiter verfahren bis man nur noch Kartoffeln für eine Lage hat
  • Bei der letzten Lage die Kartoffeln flächig verteilen
  • dann wieder mit Erde überschichten und das letzte Stück mit Stroh abdecken – FERTIG!

Das Befüllen war schnell erledigt und es hat richtig Spaß gemacht. Auch wenn ich bei den untersten Reihen aufpassen musste dass ich nicht selbst in den Turm falle. 😀
Turm 2 fiel etwas kleiner aus, da ich hier weniger Pflanzkartoffeln hatte (nur 2kg, bei ‚La Ratte‘ waren es 3,5kg)
Soweit ich herausfinden konnte, brauchen die Türme keine besondere Pflege während des Gartenjahres, es sei denn es gibt längere Trockenperioden, dann kann es ratsam sein die Türme zu gießen da diese aufgrund des Aufbaus natürlich rasch austrocknen.
So sehen sie übrigens aus unsere beiden Kartoffeltürme:

links ‚La Ratte‘, rechts ‚Tosca‘

Nun heißt es abwarten und auf eine gute Kartoffelernte hoffen.
Falls ihr bereits ein ähnliches Projekt gestartet habt, lasst es mich bitte wissen! Mich interessieren eure Erfahrungen mit Kartoffeltürmen!
Bis zum nächsten Mal, eure Gartenfee! 🙂

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