Unser Kräuterhang

Leider hat es wieder länger gedauert bis ihr den nächsten Beitrag von mir zu lesen bekommt. Ihr kennt das bestimmt: derzeit ist im Garten so viel zu tun, dass es abends an Zeit mangelt und dann möchte man natürlich auch ein bisschen genießen….
Heute möchte ich euch aber endlich einen kleinen Einblick in unsere Gartenkräuter geben.
Welche Küchenkräuter haben wir bei uns im Zaubergarten und wo haben wir diese gepflanzt. Außerdem möchte ich euch zu einem späteren Zeitpunkt unsere Minzen vorstellen, bisher sind es 5 verschiedene Typen von Minzen, aber ich spiele stark mit dem Gedanken mir noch 1-2 Sorten zuzulegen…

Aber nun erst mal zu unseren Kräutergärten.
Kräuter sind für uns etwas ganz wichtiges, wir kochen sehr viel und gerne mit Kräutern. Wenn sie aus dem eigenen Garten kommen umso besser!
Bisher haben wir es immer verabsäumt die Kräuter im Sommer zu ernten und für die Küche zu trocknen. Wir haben sie immer nur frisch verarbeitet aber das soll sich dieses Jahr ändern. Außerdem sind die Kräuter heuer auch erstmals so gut gewachsen das wir sie gut beernten können.

Angefangen hat alles mit unserem Kräuterhang.
Die Abfahrt zu unserer Garage wird links von einer Böschung eingesäumt, die durch Findlinge vorm Abrutschen gesichert ist. Zum Mähen eine Katastrophe und dann fiel die Entscheidung hier einen Kräuterhang anzulegen.
Der Platz ist ideal! Der Hang ist gegen Südwest ausgerichtet und bekommt viel Abendsonne ab. Außerdem gibt es hier bestimmt keine Staunässe. Somit hat der Hang auch deutich weniger Pflege nötig als wenn wir hier etwas anderes anpflanzen würden.
Also haben wir angefangen den Hang letztes Jahr Stück für Stück mit Kräutern zu bestücken.
Da manche Kräuter sehr stark wuchern und ich etwas Struktur wollte, haben wir mit kleineren Granitbrocken Abgrenzungen gelegt und so eine Art Mosaik geschaffen. 
Der Minze ist das freilich egal aber es hilft mir dafür zu sorgen, dass jede Pflanze den zugedachten Platz behält und nicht immer mehr von einem anderen Kraut verdrängt wird. Was über die Begrenzungen hinaus wächst wird entweder rigoros entfernt oder gleich als Teilstück entnommen und zum Verschenken getopft.

Unser Kräuterhang wird momentan besiedelt von:

·        3 Sorten Lavendel (blau, weiß, rosa)
·        5 Minzen (Mojito-, Hugo-, Marokkanische-, Kärntner Nudelminze – seeeeeehr
wichtig bei uns, sowie einen namenlosen Ableger eines Freundes der
geschmacklich auch top ist
·        Zitronenmelisse (ich mache gern Sirup daraus)
·        3 Sorten Thymian (Orangen, Zitronen und normalen Thymian)
·        Winterharter Rosmarin ‚Arp‘ (soll bis -20°C unbeschadet überstehen)
·        Salbei
·        Wilde Minze
·        Wermut
·        Currykraut und Italienische Eberraut

An Pflege braucht es bisher noch einiges, die Unkräuter kommen gerne durch. Vor allem Schachtelhalm und diverse Quecken sind recht widerspenstig. Aber ich habe Hoffnung dass das besser wird sobald die Kräuterdecke besser geschlossen ist.
Macht aber nix, denn durch den tollen Geruch der Kräuter jäte ich hier immer besonders gern. Aromatischer kann Gartenarbeit gar nicht sein 🙂

Ausschnitt des Kräuterhangs vor der Erweiterung

Teilweise haben wir auch alte Wurzelstöcke als Abgrenzungen verwendet. Diese werden besonders gerne von Wild- und Holzbienen besiedelt. Hier finden sie alles was sie brauchen: eine warme Unterkunft, rasch abtrocknendes Holz und üppige Kräuterblüten. 
Aber sie arbeiten schnell. Ich fürchte bereits nächstes Jahr muss ich die Stämme und Wurzelstöcke teilweise austauschen da sie schon sehr stark zerfallen.

Oben wird der Hang durch eine Pflanzung verschiedener Gold- oder Indianernesseln abgegrenzt. Ich habe abwechselnd rote und weiße gepflanzt. Leider lassen die weißen Vertreter punkto Wachstum zu wünschen übrig. Ich fürchte ich muss 1 Pflanze überhaupt ersetzen. 
Ich mag die Blüten der Nesseln, ihre Farbe und dass sie sehr gerne von Bienen und anderen Insekten besucht werden. Perfekt also für diesen Bereich unseres Gartens.

Links vom Kräuterhang haben wir uns noch für Bodendeckerrosen entschieden. Außerdem werden wir hier noch Echinacea und Flockenblumen, sowie Katzenminze und Salbei setzen.
Die ersten Pflanzen haben den Hang schon bezogen und müssen sich nun noch gut einwachsen. Meine Vorstellung ist, hier zusammen mit den nebst angesiedelten Kräutern ein Paradies für Insekten zu schaffen. (Und natürlich auch um genug Kräuter für die Küche zu haben.)

Übersicht Kräuterhang (vor der Erweiterung); links ist schon der Staudenteil erkennbar

An einem Wochenende habe ich die Zeit genutzt und habe mit einer Freundin, so wie jedes Jahr, die Gartentage in Seitenstetten besucht.
Eine schöne Messe mit tollem Ambiente und man kann echte Schätze ergattern. Vor allem Kräuter findet man hier zur Genüge. (siehe meinen Blogbeitrag)
Da hab ich natürlich weitere Pflanzen für den Hang geholt:

– echte Arnika (Arnica montana)
– ein schön dunkelviolett blühender Thymian
– Muskateller Salbei (weiße Form)
– Acanthus
-Enzian
– Pimpinelle
– wolliger Fingerhut (ich hab einfach einen Faible für Fingerhut)

Die Ausbeute muss verpflanzt werden

Somit wurde der Hang noch bis zur Böschungsoberkannte erweitert und mit den neuen Pflanzen bestückt. Das erleichtert uns im darüber gelgenen Vorgarten auch das Rasenmähen. Die Wiesenfläche wird vermutlich aber einer Rabatte weichen. (zumindest bis zum alten Baumstamm, den wir übrigens als Dekoelement hierher verpflanzt haben) 
Etwas Platz für Kräuter habe ich noch. Aber ich möchte erst abwarten denn erfahrungsgemäß besiedeln die Kräuter den angedachten Platz relativ schnell. Ich muss mich also bemühen die Füße still zu halten und die Pflanzen erst mal machen zu lassen.

Der Kräuterhang hat sein endgültiges Ausmaß

Dann steht einer üppigen Kräuterernte nichts mehr im Wege.

Nachdem der Hang letztes Jahr großteils frisch bepflanzt wurde, haben wir heuer die erste Ernte einzufahren. Ich freue mich jetzt schon auf den Duft beim Kräuterernten. Wie wir sie ernten und was wir damit machen, erfahrt ihr später in einem eigenen Post.

Bis demnächst, eure Gartenfee!

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